LEGACY
MAG & EMP review
STORMLORD
"The Gorgon Cult"
(Scarlet/Point Music)
Diese italienische Horde hat sich mit den Jahren zur berühmtesten Symphonic
Black Metal-Band ihres Heimatlandes hochgespielt. Der 2001er Albumvorgänger
„At The Gates Of Utopia“ zeigte die unermüdliche Teufelstruppe
wie gewohnt in abermalig gesteigerter Form – eine Tradition, welche sich
auch auf die neue Veröffentlichung „The Gorgon Cult“ niederschlug.
Und dieses dritte Album lässt so einige Konkurrenten ziemlich zweitrangig
aussehen – durch erstklassiges Songwriting. Erneut in den bewährten
Outer Sound-Studios aufgenommen, nahm sich dort Produzent Giuseppe Orlando den
neuen Kompositionen von STORMLORD an. Tonmeister Orlando, welcher schon bekannten
italienischen Acts wie Necrodeath, Novembre, DGM oder Thy Majestie kunstvoll prächtige
Klanggewänder auf die Leiber schneiderte, hat auch dieses Mal wieder ganze
Arbeit geleistet. „The Gorgon Cult“ bietet mit zehn neuen Höllenhymnen
abermalig orchestral massiv akzentuierten und hochmelodisch inszenierten Black
Metal der niveauvollen Spitzenklasse. Überwiegend recht rasante Instrumentierung,
zahlreiche heroische Midtempo-Passagen, obskure, aber prächtige Atmosphären
sowie enorm vielfältig gestaltetes Shouting von Frontheld Christiano Borchi
sind hier gemeinsam Garant für so manchen Gänsehautschauer. Immer wieder
hocherhaben und mitunter gar majestätisch anmutend, gelang den italienischen
Berserkern mit Hang zur Tragik ein überaus hörenswertes Werk dieses
Genres, dessen schillernde Facetten in den allerschönsten Klangfarben leuchten.
Somit kommen auch zahlreich integrierte Klassik-Querverweise bestmöglich
zu ihrer Geltung. Enthalten ist zudem eine ganz spezielle Multimedia-Sektion,
die zusätzlich zu den regulären zehn Liedern nochmal zehn bisher unveröffentlichte
Tracks enthält – diese weisen eine Spieldauer von über 43 Minuten
auf und stammen von diversen Seitenprojekten der STORMLORD-Musiker. Mit „I
Am Legend“ fand ein Videoclip in hochwertiger Bildqualität seinen Weg
auf das neue Album, welcher „At The Gates Of Utopia“ entstammt. Zusätzlich
bietet „The Gorgon Cult“ haufenweise Live- und Studiobilder der Band,
eine sehr detaillierte Biographie samt Mitgliederprofilen, die komplett aufgelistete
Discography sowie diverse Links. Nachdem der künstlerische Prophet des Untergangs,
Joe Petagno, den Albumvorgänger von STORMLORD optisch eindrucksvoll veredelte,
pinselte nun der französische Schwarzmaler Jean-Pascal Fournier für
„The Gorgon Cult“ ein überwältigend stimmungsvolles Frontcover.
Markus Eck
13/15 Punkte